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May-Gesellschaft lädt zur Führung über die Siedlungen Westhausen und Praunheim

Frankfurt: Die Ernst-May-Gesellschaft lädt für Samstag, 8. Oktober, um 15 Uhr zu einer Führung unter dem Titel „Die Siedlungen Westhausen und Praunheim". Sie ist Teil des Begleitprogramms zur Ernst-May-Ausstellung, die derzeit noch bis 6. November im Deutschen Architekturmuseum zu sehen ist.

Die Versuchssiedlung Praunheim ist als erste und größte Siedlung des durch Ernst May umgesetzten Niddatalprojekts in den Jahren 1926 bis 1930 entstanden. Hier erprobten die Architekten des Neuen Frankfurt unter der finanziellen und wissenschaftlichen Aufsicht der Reichsforschungsgesellschaft Berlin unter anderem das „Frankfurter Montageverfahren". Sie ließen zehn Versuchshäuser entstehen, die vollständig aus vorgefertigten Bimsbetonplatten errichtet wurden.

Aus diesen wurden später 15 verschiedene Haustypen in Platten- und in Ziegelbauweise entwickelt. Für diese interessierte sich auch eine Gruppe internationaler Architekten, die 1929 während des Congrès International d'Architecture Moderne (CIAM) die Mustersiedlung Praunheim begutachtete. Der Kongress stand damals unter dem drängenden Thema „Wohnung für das Existenzminimum".

Als letzter großer Siedlungsbau des „Neuen Frankfurt" entstand in den Jahren 1929/30 und 1930/32 die Siedlung Westhausen, die nicht nur den Abschluss des Niddatal-Projekts, sondern auch den radikalsten Entwurf der Ära May darstellt. Ihr Erscheinungsbild ist geprägt von Einfachheit und Gradlinigkeit. Insgesamt 1116 Kleinstwohnungen reihen sich als Reihen- und Laubenganghäuser aneinander. Bis zu 5000 Bewohner, zumeist Arbeiterfamilien, unterhielten ein intensives gesellschaftliches Leben in einer Umgebung, die durch ihren hohen Grünflächenanteil eine hohe Lebensqualität bot.

Die Architekturhistorikerin und Privatdozentin Sabine Brinitzer wird den Interessierten die beiden benachbarten Siedlungen vorstellen und Hintergründe erläutern. Die Teilnahme ist kostenlos; von Nichtmitgliedern der Ernst-May-Gesellschaft wird eine Spende erbeten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Treffpunkt befindet sich an der U-Bahn-Haltestelle Friedhof Westhausen (Linie U6).

07.10.2011

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