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Neue Schlammentwässerung für die Kläranlage Karben

Stadtwerke schieben 900.000 Euro-Projekt Investitionsprojekt an
Karben:
Der mittels der Kammerfilterpresse entwässerte Schlamm wird derzeit noch landwirtschaftlich verwertet. Er wird unter Federführung des Abfallwirtschaftsbetriebes des Wetteraukreises (AWB) und des Oberhessischen Recyclingdienstes (ORD) kontrolliert von Landwirten auf Felder in Karben und der umliegenden Wetterau ausgebracht.

Den Stadtwerken Karben war bei der Neukonzeption der Schlammentwässerung jedoch sehr daran gelegen, die Anlage zukunftsfähig auszurichten. Zwar wird der Schlamm noch landwirtschaftlich verwertet, mittelfristig kann es aber durchaus sein, dass der entwässerte Schlamm aufgrund neuer rechtlicher Vorschriften verbrannt werden muss. Eine Ausbringung auf die Felder wäre dann untersagt. „Bei der Neuanschaffung wollten wir eine zukünftige Gesetzesänderung gleich berücksichtigt wissen, damit wir nicht in ein paar Jahren erneut in die Anlagen investieren müssen", so Stadtrat Michael Ottens. „Schließlich stellen die Gesamtkosten von € 900.000,-- eines der größten Investitionsvorhaben in unserer Kläranlage dar. Umso mehr ist eine sorgfältige und zukunftsorientierte Planung nötig gewesen".

Aus diesem Grundewird nun zur Schlammentwässerung nicht weiter nach dem Prinzip der Kammerfilterpresse verfahren werden, sondern mittels sogenannter Zentrifugen der Schlamm entwässert. Mit dieser Technik können weiterhin beide Wege der Klärschlammentwässerung beschritten werden: Solange es vom Gesetzgeber noch erlaubt ist, wird der Klärschlamm landwirtschaftlich verwertet, sollten sich die Vorschriften ändern, kann der mittels Zentrifugen entwässerte Schlamm der Verbrennung zugeführt werden. „Mit der neuen Anlage können wir also zukünftig flexibel reagieren", so der Stadtwerkedezernent

Rund 900.000 Euro inklusive Baunebenkosten werden die Stadtwerke Karben für das gesamte Bauvorhaben investieren. Neben der reinen Maschinen- Elektro-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik müssen noch Umbauarbeiten, wie Betonsägearbeiten, Durchbrüche und weiteres am Schlammentwässerungsgebäude selbst durchgeführt werden. Während der mehrmonatigen Bauphase wird eine provisorische Schlammentwässerung durch eine mobile Anlage gewährleistet. Nun wird mit der Demontage der alten Anlage begonnen. Zum Jahresende soll die neue Anlage in Betrieb gehen.

 

Auf der Abbildung vor der alten Schlammentwässerungsanlage zu sehen sind v.l.n.r.: Michael Quentin, technischer Betriebsleiter Stadtwerke; Stadtrat Michael Ottens; Herbert Schneider, Leiter der Kläranlage; Jürgen Wahl, kaufmännischer Leiter der Stadtwerke.

06.10.2011

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