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Der Wettbewerb ist entschieden

Stadtplanungsamt zeigt vom 11. Oktober an die Entwürfe zur Umgestaltung der Galluswarte
Frankfurt:
Mit der Entscheidung zum Realisierungswettbewerb „Stadtteileingang Galluswarte Frankfurt am Main" am 27. September ist ein großer Schritt zur Umgestaltung des Bereiches rings um S-Bahnstation und Kulturdenkmal Galluswarte getan. In dem EU-weit ausgelobten Realisierungswettbewerb mit Ideenteil sollten für die Bereiche unterhalb der Bahnüberführung und dem Eingang zur S-Bahnstation, die Verkehrsinsel mit dem denkmalgeschützten Wartenturm ebenso wie für die direkt angrenzende Umgebung eine ansprechende, städtebauliche Gesamtlösung entwickelt werden.

Wettbewerb Galluswarte 1. Preis

Initiiert wurde der Wettbewerb durch das Stadterneuerungsverfahren „Soziale Stadt Gallus", federführend geleitet von der Abteilung Stadterneuerung und Wohnungsbau sowie ausgelobt und in der Zukunft baulich umgesetzt durch die Fachabteilung „Schöneres Frankfurt", beide im Stadtplanungsamt Frankfurt.

Insgesamt fünf Beteiligungsveranstaltungen im Gallus für und mit den engagierten Bewohnern wurden im vergangenen Jahr durchgeführt um wertvolle Ideen aus dem Stadtteil aufzunehmen, aber auch um einen Konsens im Umgang mit dem Denkmal Galluswarte sowie den nach dem 2. Weltkrieg angefügten Trinkhallen und Toilettenanbauten zu erhalten. Grundsätzlich einig waren sich Bewohner wie auch Fachleute, dass dieser zentrale, jedoch in der Vergangenheit unterschätzte Ort eine das Kulturdenkmal Galluswarte wertschätzende Gestaltung sowie attraktive Neudefinition als Stadtteileingang Gallus erfahren sollte.

Im Wettbewerb galt es nun, ein Gesamtkonzept zu entwickeln, das den Genius Loci des Ortes in diesem verkehrsumtosten Knotenpunkt ebenso erfahrbar macht, den Wartturm als historisches Wahrzeichen des Stadtteils angemessen inszeniert sowie den unwirtlichen Raum unterhalb der Bahnüberführung attraktiv ausleuchtet und aufwertet.

Die Themen Licht/Beleuchtung, Historie/Denkmal sowie Aufenthaltsqualität/Begegnungsqualität standen daher im Fokus. Die Frage des Erhalts, Teilerhalts oder Abbruch der an die Warte angrenzenden 1950er Jahre Anbauten sollte durch die Entwürfe geklärt werden.

Mit dem Ziel, ein breites Spektrum an qualitätvollen und realisierungsfähigen Entwürfen zu erhalten, wurde die Ausschreibung in Abstimmung mit der Architektenkammer Hessen im Juni 2011 als EU-weiter, nicht offener Realisierungswettbewerb mit Ideenteil ausgelobt. Zur Teilnahme wurden insgesamt fünfzehn Architektur- bzw. Landschaftsplanungsbüros ausgewählt: vier eingeladene Büros sowie elf Büros, die sich über ein Bewerbungsverfahren nach VOF qualifizieren konnten. Die Bearbeitungszeit erstreckte sich von Anfang Juli bis zum 5. September.

Am Dienstag, 27. September, tagte nun das bestellte Preisgericht mit elf Preisrichtern. Neben den geschulten Augen der Fachpreisrichter nahmen mit einer Vertreterin der Geschichtswerkstatt Gallus (Mitglied des Stadtteilbeirates der Sozialen Stadt) sowie je einem Vertreter der Fraktionen erfahrene Stadtteilexperten als Sachpreisrichter teil. Zum Vorsitzenden des Preisgerichtes wurde der Architekt Franz Pesch ernannt.

Nach einer über elfstündigen, intensiven Auseinandersetzung mit den abgegebenen vierzehn Entwürfen wurde der Entwurf des Frankfurter Büros Scheffler + Partner Architekten mit elf zu null Stimmen zum Siegerentwurf gekürt. Der zweite Preis ging an das ebenfalls aus Frankfurt stammende Büro Landes & Partner Architekten. Den dritten Preis erhielt die Frankfurter Planungsgesellschaft woernerundpartner für Ihren Entwurf. Der Siegerentwurf von Scheffler + Partner Architekten überzeugte die Jury insbesondere aufgrund seines behutsamen Umgangs und Feingespürs für das Gebiet.

In Sichtweite zur Galluswarte werden alle vierzehn Wettbewerbsarbeiten vom 11. bis 25. Oktober im Foyer des Gallustheaters, Kleyerstraße 15, öffentlich ausgestellt. Die Wettbewerbsarbeiten können täglich von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden, weitere Öffnungszeiten können telefonisch unter 069/75806020 erfragt werden.

Eröffnet wird die Ausstellung am 11. Oktober um 17 Uhr vom Leiter des Stadtplanungsamts Frankfurt, Dieter von Lüpke.

06.10.2011

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