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Land und Kirche werben für Erzieherberuf

„Große Zukunft mit kleinen Helden"
Limburg:
Unter diesem Titel wirbt das Land Hessen für den Erzieherberuf. Gemeinsam mit dem hessischen Familienminister Jürgen Banzer hat Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst die Kampagne am Dienstag, 6. Juni, in der katholischen Kindertageseinrichtung St. Nikolaus in Limburg vorgestellt.

„Die Kampagne ergänzt unsere eigenen Bemühungen, mit denen wir unter dem Projekttitel ProKita-Personal für unsere Einrichtungen als Arbeitsplatz für motivierte Christinnen und Christen werben, die bereit sind, die Zukunft unserer Kirche und unserer Gesellschaft an entscheidender Stelle mitzugestalten", sagte der Bischof von Limburg und dankte dem Land für die gute Zusammenarbeit.

Durch erweiterte Angebote, wie Ganztagsbetreuung und Angebote für Unter-Dreijährige hat der Personalbedarf der Kindertageseinrichtungen (Kitas) in den vergangenen Jahren zugenommen. In Hessen werden rund 8.000 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher benötigt - das sind 20 Prozent mehr als derzeit beschäftigt werden. „Die Sicherung des Fachkräftebedarfs in Kindertageseinrichtungen ist eine grundlegende Voraussetzung zum quantitativen und qualitativen Ausbau der frühkindlichen Bildungs- und Betreuungsangebote der Kindertageseinrichtungen", so Banzer.

Gestiegen ist dabei nach Einschätzung des Bischofs von Limburg aber nicht nur der quantitative Personalbedarf, sondern auch die Verantwortung, die entsprechende Qualität der Bildung, Erziehung und Betreuung zu gewährleisten: „Hier sehen wir unsere besondere Aufgabe als Kirche, durch die entsprechende Aus- und Fortbildung nicht nur die fachliche, sondern auch die geistliche, religionspädagogische und persönliche Qualifikation der Erzieherinnen und Erzieher sicherzustellen." Katholische Kitas seien offen für Kinder aller Religionen und auch für Kinder ohne konfessionelle Bindung. „Wir respektieren andere Weltanschauungen. Aber wir verstehen zugleich die Kindertagesstätten in kirchlicher Trägerschaft als Orte der Pastoral mit christlich-kirchlicher Identität", sagte Tebartz-van Elst. Prägend für katholische Einrichtungen sei die Botschaft des Evangeliums. Die persönliche Auseinandersetzung mit den zentralen Sinn-, Werte- und Glaubensfragen sei für Erzieherinnen und Erzieher deshalb unabdingbar, „denn nicht zuletzt die Kinder erwarten hier eine ehrliche und persönliche Antwort."

Gemeinsam sprachen sich der hessische Familienminister und der Bischof von Limburg für den Erzieherberuf aus. „Es gibt kaum eine wichtigere und schönere Aufgabe, als Kinder von klein auf beim Heranwachsen zu begleiten und ihnen zu helfen, ihre Interessen und Begabungen zu entdecken und zu entfalten", erklärte Staatsminister Banzer.

Bischof Tebartz-van Elst betonte wie bereichernd der Erzieherberuf sei, „denn wer mit Kindern umgeht, der wird merken, dass wir von ihnen ganz viel auch zurückgeschenkt bekommen und auch selber viel Mut und Zuversicht für unser Leben und unsere Zukunft schöpfen können. Insofern sind Kinder tatsächlich Helden für uns Erwachsene, gehen sie doch oft viel mutiger und zuversichtlicher in die Zukunft, als wir es tun. Solche Helden braucht unsere Gesellschaft und auch unsere Kirche."

Die Initiative „Große Zukunft mit kleinen Helden" ist vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit entwickelt worden. Ziel der Werbe- und Imagekampagne für den Erzieherberuf ist es, die Träger der Einrichtungen dabei zu unterstützen, geeignetes Personal zu finden. Die Initiative wird von den kommunalen Spitzenverbänden und den Kirchen als größten Trägerorganisationen von Kindertageseinrichtungen unterstützt.



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Bistum Limburg


07.07.2010

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